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Speaker

Aya Jaff

Gerade mal 24 Jahre alt und schon ganz oben angekommen in der deutschen Tech-Szene: Aya Jaff, von der ZEIT als „Mrs. Code“ betitelt, ist die Star-Programmiererin Deutschlands.
FINTROPOLIS 2020 Aya Jaff
10.03.2020

Als Co-Gründerin der „Codedesign Factory“ unterstützt sie Unternehmen in Sachen Digitalisierung. Daneben hat die junge Coderin mit dem besonderen Blick für digitale Themen und Herausforderungen aber noch eine ganze Reihe an Talenten: Als Autorin veröffentlicht sie jetzt ihr erstes Buch „Moneymakers“ über Börsenspekulation. Nach einem Aufenthalt im Silicon Valley studierte sie erst Wirtschaftsinformatik, dann Ökonomie und Sinologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Aya Jaff programmiert seitdem sie 15 Jahre alt ist und wurde 2019 im Forbes-Ranking „30 Under 30“ in der Kategorie „Leadership“ aufgenommen. Aya Jaff ist eine digitale Pionierin, die weiß, was die Banken von heute brauchen, um auch morgen noch mit der Zeit zu gehen!

Digital, erreichbar, transparent: Aya Jaff weiß, was eine Bank braucht, damit junge Leute auch morgen noch in die Filialen kommen. Das und mehr erfährst du im Interview mit „Mrs. Code“.

Definiere in einem Satz, welche Bedeutung Digitalisierung für dich hat.
Digitalisierung ist, wenn immer mehr Leute immer schnelleren und besseren Zugang zu mehr Informationen haben als es je möglich war.

Beschreibe dein Leben in der Zukunft in 4 Worten.
Reisen, lernen, diskutieren, machen.

Welche Innovation wünschst du dir für deinen Arbeitsplatz der Zukunft?
Bessere Kommunikationsmöglichkeiten für Leute, die remote arbeiten.

Was unterscheidet deine Bank von heute und deine (Wunsch-) Bank von morgen?
Die Bank von morgen ist super digital, von überall erreichbar, transparent, sehr benutzerfreundlich und nah am Kunden. Übersetzt heißt es: Es gibt keine Bankfiliale mehr, weil ich jederzeit über mein Handy mit dem Berater sprechen kann. Ich weiß, wie mein Fonds steht und kann Anteile verkaufen, ohne einen einzigen Anruf zu tätigen. Ich verstehe, wie meine Ausgaben aufgesplittet sind und wie mein Kaufverhalten ist. Durchschnittswerte, Einnahme-/Ausgabequellen, Budgetanpassung, Sparkonto – alles ist in schönen, einfachen Diagrammen zusammengefasst. Ich kriege eine Anlageempfehlung, die genau zu meiner Lebenssituation passt und lerne durch meine Bank mehr über das Thema Finanzen.

In welchen Lebensbereichen wünschst du dir in der Zukunft mehr Sicherheit?
Die Rentenlücke zu schließen ist immer noch Aufgabe des Bürgers und nicht des Staates. Ich würde mir wünschen, dass der Staat sich aktiv dafür einsetzt, dass Frauen nicht so stark von Altersarmut betroffen sind und wir an die Hand genommen werden, wenn es um Kapitalanlage geht.

Welchen Rat würdest du jungen Jobeinsteigern mit auf den Weg geben?
Die typische „Karriereleiter”, von der jeder im Studium spricht, gibt es so nicht mehr. Quereinsteiger sind immer mehr willkommen und Leute, die sich freiwillig gerne weiterbilden und Projekte anstoßen sind gerne gesehen – fühl dich also nicht unter Druck gesetzt, jetzt unbedingt innerhalb deines Studienbereichs etwas zu finden, sondern probiere dich aus und nimm so viel Erfahrung mit, wie es nur geht! Das macht dich als Arbeitskraft wertvoller, als dein Abschluss in der Tasche.

Titelfoto: ©Aya Jaff

10.03.2020