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Digital Start-ups: Oskar sorgt für die ganze Familie

Robo Advisors regeln schon die Finanzen vieler Menschen, auch bei Oskar.de. Was setzt das Start-up von anderen Angeboten ab?
190904 FINTROPOLIS Artikel Querformat Digital Start Up Retina © Photo by Alex Knight on Unsplash
04.09.2019
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Der Markt für digitale Vermögensverwaltung wächst. Immer mehr Menschen vertrauen ihr Geld einem Robo Advisor an. Seit 2016 hat sich die Anlagesumme auf 3,8 Milliarden Euro verzehnfacht. Neu am Markt ist Oskar.de. Das Angebot richtet sich an eine besondere Zielgruppe.

Was macht Oskar?

Oskar.de ist ein Robo Advisor, mit dem Anleger bereits ab 25 Euro pro Monat oder einem Einmalbetrag von 1.000 Euro ihr Geld in Wertpapiere investieren können. Dabei stehen fünf Anlagestrategien mit unterschiedlichen Aktienanteilen zur Auswahl. Generell legt der Robo Advisor das Geld in Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs) an. Über eine App oder die Website ist die Geldanlage jederzeit einzusehen und zu überwachen.

Die Depots führt die Baader Bank. Das Angebot von Oskar.de basiert auf der Plattform von Scalable Capital, das für den gesamten Investment-Prozess verantwortlich ist und somit das eingezahlte Vermögen verwaltet. Scalable Capital ist selbst ein digitaler Vermögensverwalter und hat nach eigenen Angaben rund 1,5 Milliarden Euro Asset under Management (AuM). Die Mindestanlagesumme liegt hier jedoch bei 10.000 Euro.

Was kostet Oskar?

Die Kosten für Anlagen unter 10.000 Euro liegen bei 1,0 Prozent pro Jahr. Davon entfallen 0,15 Prozent auf die Baader Bank (Depotbank). Scalable Capital (Vermögensverwaltung) und Oskar (Servicevergütung) bekommen jeweils 0,425 Prozent.

FINTROPOLIS Bild01 Querformat Startup Retina © Photo by Sergey Zolkin on Unsplash

Ab 10.000 Euro werden 0,8 Prozent veranschlagt. Das entspricht je 0,325 Prozent für Oskar und Scalable. Hinzu kommen bei beiden Varianten durchschnittliche Produktkosten von 0,14 Prozent pro Jahr, die direkt von den ETF- und ETC-Anbietern einbehalten werden und bereits in den Kursen berücksichtigt sind.

Es fallen keine Gebühren für Umschichtungen, Kauf oder Verkauf an – im Gegensatz zu herkömmlichen ETF-Sparplänen. Dafür sind die Renditeaussichten hoch.

Was macht Oskar besonders?

Oskars Anspruch: „ETF-Sparpläne für die ganze Familie“. Damit ist nicht nur der Vermögensaufbau für die Erwachsenen, sondern auch für die Kinder gemeint. Mit einem Account können Konten für alle Familienmitglieder geführt werden. Jedes Konto hat seinen eigenen Sparplan und seine eigene Risikoklasse. Die WELT schreibt: „Mit diesem Helfer kann die ganze Familie gemeinsam sparen.“ Und die Kollegen des ETF-Fachmagazins Extra urteilen mit „Sehr gut“.

Wo für Kinder vorgesorgt wird, sollte der Sparplan so einfach wie möglich sein. So kann Oskar ohne bestehendes Konto bei einem Broker eröffnet werden. Die Auswahl erfolgt automatisch, niemand braucht sich durch 2000 ETFs zu wühlen.

Welche Rendite ist zu erwarten?

Im Zeitraum zwischen Januar 2003 und März 2019 haben die Oskar-Anlagestrategien nach Angaben des Start-Ups eine jährliche Rendite von bis zu 8,7 Prozent erzielt.

Wer steckt hinter Oskar?

Dominik Nienhaus, Jens Ohr und Peter Schille sind die Gründer der Oskar.de GmbH.

Ohr und Schille haben bereits in der Vergangenheit Unternehmen im IT- und Finanz-Umfeld gegründet – unter anderem das Internetportal finanzen.net, das mittlerweile eine Tochter des Axel-Springer-Konzerns ist. Die beiden Gründer sind dort aber weiter Geschäftsführer. Im Juni, drei Monate nach dem Start, ist Axel Springer auch bei Oskar.de eingestiegen und hat sich gut 44 Prozent der Anteile gesichert.

04.09.2019
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